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Die ältesten Zeugnisse des Menschen, die auf der Insel entdeckt wurden, scheinen auf das XIII. Jahrtausend v. Chr. zurückzugehen; es handelt sich um einige Funde in dem Hinterland von Syrakus und in der Höhle Niscemi in der Gegend von Palermo.

Die Phönizier waren geschickte Kauf- und Seeleute, sie führten den Wein auf Sizilien ein, auch wenn der wilde Wein bereits in der natürlichen Flora vorhanden war. Die Phönizier vermarkteten den sizilianischen Wein, vermutlich Süßweine aus überreifen Trauben, im ganzen Mittelmeergebiet.

Sizilien tritt in das historische Zeitalter mit der griechischen Kolonisation ein, die mit der Gründung von Naxos und Syrakus Mitte des VIII. Jahrhunderts v. Chr. beginnt; es entstanden zahlreiche andere von den Griechen, aber auch von den Karthagern gegründete Städte wie Zyz, Mothya und Solunto sowie von den Elmyrern gegründete Städte wie Eryx und Segesta.

Die Griechen (VIII Jhd. v. Chr.) verbreiteten den Weinbau und mit der Einführung der ägäischen Alberello-Methode wurden die Sizilianer erfahrene Kenner der Weinbautechniken. Das erste Mal wurde in Europa der Weinbau in der Odyssee erwähnt und zwar in den der Insel der Zyklopen gewidmeten Auszügen, die mit dem Archipel der Ägadischen Insel identifiziert wurde. Die Qualität der sizilianischen Weine wurde bald in dem republikanischen und kaiserlichen Rom bekannt: Julius Cäsar hatte eine besondere Vorliebe für den Mamertino, Produkt aus der Gegend von Messina. Plinius der Ältere, der für seine Kompetenz in diesem Bereich bekannt war, bevorzugte hingegen den Weißwein Taormina bianco, der mit antiken Trauben der Catarratto bianco, Carricante, Inzolia und Minnella bianca produziert wurde.

In den darauffolgenden Jahren wechselten sich verschiedene Kulturen ab. Sie trugen zu einer Entwicklung des Weinbaus auf der Insel bei, der von wechselnden Phasen geprägt war: Von den Byzantinern zu den Muslimen, die die Weinproduktion einstellten, bis zu den Normannen, die die Bauern aufgrund der zu hohen Besteuerung fast ausgerottet hatten; den Aragonesen und Spaniern ist es dann gelungen, die Landwirtschaft und den Weinbau wieder aufzunehmen.

Dann haben die großen Bewegungen der englischen Flotten während der Zeit Napoleons das Auftreten einer Weinbauproduktion gefördert, die auf den Marsala konzentriert war, der von dem Engländer Woodhouse vertrieben wurde.
Die jüngste Geschichte bringt eine Weinbautradition hervor, die nach der Wirtschaftskrise durch die Reblaus, die sich um 1880 verbreitet hatte, neue Produktionsmodelle erforscht und experimentiert hat, um sich als einer der wichtigsten italienischen Realitäten zu behaupten.
Heute gibt es in Sizilien zahlreiche Weinkellereien dank der Wiederentdeckung von antiken und neuen Rebsorten. Zusammen mit der Zielstrebigkeit und Fantasie der Unternehmen ist es im Laufe der Jahre möglich geworden, Ergebnisse zu erhalten, die die Aufmerksamkeit von zahlreichen italienischen und ausländischen Unternehmern auf sich ziehen. Sizilien ist heute im Stande, eine umfangreiche Palette an Weinen zu bieten, die für jeden Anlass und für alle Geschmäcker geeignet sind.

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